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Krypto Vergleiche

CoinTracking vs. Waltio (2026): Der DACH-Vergleich

Luis Schilli
Luis Schilli 23. Juni 2026 7 Min. Lesezeit
CoinTracking vs. Waltio (2026): Der DACH-Vergleich

CoinTracking sitzt seit 2012 in München, zu einer Zeit, als Waltio noch nicht existierte und das Wort „Krypto-Steuer" in deutschen Finanzämtern noch für Verwirrung sorgte. Seitdem hat CoinTracking über 2,2 Millionen Nutzer gewonnen, Steuerberichte für Deutschland, Österreich und die Schweiz entwickelt und sich mit ISO-27001-Zertifizierung, DATEV-Integration und einer der tiefsten Portfolio-Analysen auf dem Markt als ernsthafte Infrastruktur für den DACH-Markt etabliert.

Waltio hat erst im März 2026 Deutschland als neuen Markt erschlossen, ein legitimer Schritt. Doch der Abstand zu CoinTracking wird im direkten Vergleich schnell sichtbar: Für Österreich und die Schweiz fehlen bei Waltio spezifische Steuerberichte, ein Lifetime-Plan existiert nicht, und Steuerberater-Features wie DATEV-Export oder White-Label-Lösungen sind Fehlanzeige.

Schnellvergleich: CoinTracking vs. Waltio auf einen Blick

MerkmalCoinTrackingWaltio
Gegründet20122019
GründungsortDeutschlandFrankreich
Abrechnung1 Jahr / 2 Jahre / Lifetimenur jährlich
Lifetime-Plan
Einstiegspreisab €39/Jahr (200 Transaktionen)ab €39/Jahr (50 Transaktionen)
Alle Steuerjahre im Plan enthalten
Unlimitierter Plan
Steuerberichte DE
Steuerberichte AT & CH
DGFiP-Bericht (Frankreich)
DeFi & NFT
Herkunftsnachweis✅ (ab Expert)✅ (ab Unlimited)
Deutschsprachiger Support
Full-Service durch Steuerexperten
White-Label für Steuerberater
DATEV-Integration
ISO 27001
Server-StandortEU (Deutschland)Region unbekannt
Anonyme Registrierung (ohne E-Mail)

Waltio hat im März 2026 einen Deutschland-Report eingeführt. Der Abstand zu CoinTracking bleibt dennoch deutlich: Österreich und Schweiz fehlen bei Waltio, der Herkunftsnachweis ist nur im teuersten Plan verfügbar, und 14 Jahre DACH-Erfahrung lassen sich nicht aufholen.

Preis-Hebel

Gleicher Einstiegspreis, aber deutlich mehr Leistung: Nur CoinTracking bietet einen Lifetime-Plan ohne wiederkehrende Jahresgebühr.

Preisvergleich: Waltio vs. CoinTracking

CoinTracking zählt alle historischen Steuerjahre ohne separaten Aufpreis in den Plan ein. Bei Waltio sind frühere Steuerjahre nicht automatisch enthalten, der Zugriff darauf kostet extra. Dazu kommt der strukturelle Unterschied beim Modell: Waltio bietet ausschließlich Jahresabos, CoinTracking ergänzt das mit einem Lifetime-Plan. Wer langfristig plant, hat bei CoinTracking damit eine Option, die Waltio nicht anbietet.

CoinTracking Preise (Stand Juni 2026)

PlanPreis/JahrTransaktionen (Limit)Besonderheit
Free€0Portfolio-Ansichtkein Steuerbericht
Starter€39200Steuerberichte
Pro€1293.500Auto-Import, API-Zugang
Expertab €219ab 20.000Herkunftsnachweis inkl., Steueroptimierung
Unlimited€769unbegrenztalle Funktionen
Corporate€1.599/Jahrje Konto unbegrenzt3 Konten, White-Label

Gezählt wird kumulativ über alle Jahre zusammen. Alle Details findest du auf der CoinTracking Preisseite. Dazu kommen eine 7-tägige kostenlose Testphase und eine 14-tägige Geld-zurück-Garantie.

Waltio Preise (Stand Juni 2026)

PlanPreis/JahrTransaktionen (Limit)
Free€0Portfolio-Ansicht
Lite€3950
Starter€991.000
Smart (beliebtester Plan)€24910.000
Unlimited€999unbegrenzt

Waltio bietet vier Jahrespläne, kein Lifetime-Modell, keine Mehrjahresoption. Der Herkunftsnachweis ist erst im teuersten Plan (€999/Jahr) verfügbar.

Rechenbeispiel 1: Einsteiger mit kleinem Portfolio

Szenario: 1 Steuerjahr, 100 TransaktionenJahreskosten
CoinTracking Starter€39
Waltio Starter€99

Bei 100 Transaktionen im Jahr bleibt CoinTracking im Starter-Plan für €39. Bei Waltio ist der Lite-Plan mit maximal 50 Transaktionen ausgereizt, nötig wird der Starter-Plan für €99. Gleiche Nutzung, bei CoinTracking zu weniger als der Hälfte der Kosten.

Rechenbeispiel 2: Aktiver Anleger über mehrere Jahre

Szenario: 5 Jahre, 1.500 Transaktionen pro JahrKosten über 5 Jahre
CoinTracking Expert Lifetime€969 (einmalig)
Waltio Smart€1.245 (5 × €249)

Mit dem CoinTracking Expert Lifetime-Plan zahlst du einmalig €969 ohne jährliche Verlängerung. Waltio berechnet €249 jedes Jahr neu. Nach 5 Jahren hast du mit CoinTracking €276 gespart.

Funktionen im Detail: Wo liegen die Unterschiede?

Import, automatische Klassifizierung, Steuerbericht: das beherrschen beide solide. Der Unterschied zeigt sich dort, wo es für DACH-Nutzer oder Anleger mit internationalem Portfolio konkret wird: bei länderspezifischen Steuerberichten, Berechnungsmethoden und dem Support dahinter.

Krypto-Steuerbericht im Vergleich

MerkmalCoinTrackingWaltio
Vollständiger PDF-Steuerbericht
Deutscher Steuerbericht (Anlage SO)
Österreich-Bericht
Schweiz-Bericht
Frankreich-Bericht (DGFiP)
Krypto-Gewinne & Verluste
Krypto-Einkommen
Krypto-Haltefrist
WISO Steuer Export
DATEV Export
Per-Wallet-Berechnungk. A.
Steuerberechnungsmethoden143
Herkunftsnachweis✅ (ab Expert)✅ (ab Unlimited)

CoinTracking deckt den gesamten DACH-Raum mit länderspezifischen Berichten ab, Waltio davon nur Deutschland. Dazu bietet CoinTracking 14 Steuerberechnungsmethoden statt 3 bei Waltio, dazu DATEV- und WISO-Export, die bei Waltio komplett fehlen. Der Herkunftsnachweis ist bei CoinTracking ab dem Expert-Plan (ab €219) inklusive, bei Waltio erst im Unlimited-Plan (€999).

Länder und Steuerformulare

Land (länderspezifischer Report)CoinTrackingWaltio
Frankreich
Deutschland
Belgien
Spanien
Italien
Österreich
Schweiz
Vereinigtes Königreich (UK)
Vereinigte Staaten (USA)
Australien
Kanada
Niederlande
Norwegen
Schweden
Finnland
Dänemark
Polen
Irland
Neuseeland
Indien
Portugal
Länderspezifische Reports gesamt20+5
Länder gesamt (generischer Report)100+k. A.

CoinTracking unterstützt über 20 Länder mit spezifischen Steuerberichten, Waltio inzwischen 5 (Frankreich, Deutschland, Belgien, Spanien, Italien). Entscheidend für DACH-Nutzer: CoinTracking deckt den gesamten DACH-Raum vollständig ab, Waltio davon nur Deutschland, während Österreich und Schweiz fehlen.

Portfoliotracking & Analysen

FunktionCoinTrackingWaltio
Echtzeit-Portfolio
Realisierte Gewinne
Unrealisierte Gewinne
Kostenbasis
Bilanz pro Börse
Bilanz pro Währungk. A.
Fehlende Transaktionen
Automatische Synchronisierung
NFT-Support
NFT Center (eigene Sektion)
Coin Charts (Marktdaten)
Tax Loss Harvesting
Steuerfreie Coins nach Haltefrist✅ (DE)
25+ konfigurierbare Berichte
Margin/Futures-Import (automatisch)
FIFO-Simulation pro Wallet
Tägliche Verlaufsübersicht
Duplikate-Checkk. A.
Trade Analysis (Coin-Pair-Analyse)
Öffentliches Portfolio (Sharing)

CoinTracking überzeugt mit deutlich mehr Analysetiefe: Über 25 konfigurierbare Berichte, ein automatischer Duplikate-Check und Portfolio-Einblicke, die Waltio so nicht bietet. Hinzu kommen 14 Steuerberechnungsmethoden statt nur 3 bei Waltio. Wer mehr Analysetiefe, vollständige DACH-Steuerberichte oder erweiterte Reporting-Funktionen braucht, stößt bei Waltio an Grenzen.

Lifetime-Vorteil

Wer langfristig investiert, zahlt bei CoinTracking einmal, keine jährliche Verlängerung, kein Preisanstieg.

Regulatorischer Kontext: Herkunftsnachweis und DAC8

Die Relevanz des Herkunftsnachweises wächst: Bei größeren Auszahlungen oder Kontoeröffnungen fragen Banken und Finanzämter zunehmend nach der Herkunft von Kryptovermögen. Hinzu kommt eine neue Meldepflicht: Krypto-Anbieter sammeln ab 2026 Transaktionsdaten, die erste Meldung ans Bundeszentralamt für Steuern erfolgt 2027. Waltio bietet seit Kurzem ebenfalls ein Herkunftsnachweis-Dokument, allerdings ausschließlich im Unlimited-Plan für €999/Jahr. CoinTracking stellt den Herkunftsnachweis bereits ab dem Expert-Plan (ab €219/Jahr) bereit. Wer dieses Dokument braucht, zahlt bei Waltio mehr als viermal so viel wie bei CoinTracking.

Was CoinTracking bietet, das Waltio nicht hat

CoinTracking geht über die Grundfunktionen hinaus: Mit über 14 Jahren DACH-Fokus seit 2012 sind lokale Steuerregelungen, komplexe DeFi-Portfolios und spezielle Dokumentationsanforderungen kein nachträgliches Add-on, sondern der Kern des Produkts. Waltio unterstützt Deutschland erst seit März 2026 und bietet weder Österreich- noch Schweiz-Berichte. Hinzu kommen Funktionen, die bei Waltio fehlen: DATEV- und WISO-Export für die direkte Steuerberater-Übergabe, 14 Steuerberechnungsmethoden statt 3, historische Kursdaten bis zurück ins Jahr 2012 und ein Lifetime-Plan.

Beim Full-Service nimmt ein deutschsprachiges Expertenteam die gesamte Arbeit ab, vom Import bis zum fertigen Steuerbericht. Für Steuerberater gibt es zusätzlich White-Label-Berichte. Der Einstieg ist unverbindlich: ein kostenloses 15-minütiges Erstgespräch auf Deutsch. Waltio bietet weder deutschsprachigen Support noch einen Full-Service oder White-Label-Angebote für Steuerberater.

Welches Tool passt zu wem?

Beide Tools haben ihre Berechtigung, doch für die meisten ernsthaften Krypto-Anleger im DACH-Raum führt der Weg zu CoinTracking. Die folgende Einordnung zeigt warum.

Wann CoinTracking die bessere Wahl ist

CoinTracking ist die bessere Wahl, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

  • Du setzt auf bewährte DACH-Expertise. CoinTracking entwickelt seit 2012 in München Steuerberichte für den deutschsprachigen Raum.
  • Du handelst auf internationalen Börsen und willst alles in einer Plattform abbilden. CoinTracking unterstützt Steuerberichte für über 100 Länder.
  • Du willst dein Portfolio nicht nur erfassen, sondern verstehen. CoinTracking bietet über 25 konfigurierbare Berichte und tiefe Portfolio-Analysen.
  • Du brauchst Flexibilität bei der Berechnungsmethode.
  • Du willst einmal zahlen statt jährlich. Nur CoinTracking bietet zusätzlich einen Lifetime-Plan.
  • Du erwartest deutschsprachigen und fachkompetenten Support.

Wann Waltio ausreicht

  • Du bist ausschließlich in Frankreich steuerpflichtig und brauchst keine weitere Abdeckung.
  • Dein Portfolio ist überschaubar und kommt ohne tiefere Portfolio-Analyse aus.
  • Du brauchst keinen deutschsprachigen Support und langjährige Expertise ist nicht entscheidend.

Wechsel von Waltio zu CoinTracking

Drei Schritte genügen und deine Historie ist übernommen:

  1. Daten bereitstellen: Börsen und Wallets in CoinTracking direkt per API verbinden, etwa Coinbase oder Binance. Das ist die empfohlene Methode, weil die vollständige Historie direkt von der Quelle kommt. Alternativ lässt sich die Transaktionshistorie als CSV-Datei aus Waltio exportieren und in CoinTracking importieren.
  2. Klassifizierung prüfen: Die importierten Transaktionen kontrollieren: etwa Staking, DeFi-Positionen oder Transfers zwischen eigenen Wallets.
  3. Steuerbericht erstellen: Den Krypto-Steuerbericht erstellen: Anlage SO für Deutschland oder Berichte für Österreich und die Schweiz.

Die bisherige Krypto-Historie bleibt dabei vollständig erhalten.

Weitere Tool-Vergleiche

Fazit: Waltio oder CoinTracking?

CoinTracking ist die bessere Wahl und bietet mehr: länderspezifische Steuerberichte für den gesamten DACH-Raum und über 100 weitere Länder, detaillierte Portfolio-Analysen, deutschsprachiger Support und ein Lifetime-Plan machen die Plattform kosteneffizienter und funktional deutlich umfangreicher. Wer in mehreren Ländern steuerpflichtig ist, hat mit CoinTracking spürbar mehr Möglichkeiten.

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Luis Schilli, Krypto-Steuer-Manager
Autor

Luis Schilli

Krypto-Steuer-Manager

Luis ist Krypto-Steuerexperte, Webinar-Host und Content Creator bei CoinTracking. Er hilft Tradern und Investoren dabei, die Besteuerung von Kryptowährungen mit praxisnahen Anleitungen zu meistern.

Häufig gestellte Fragen zu CoinTracking vs. Waltio (2026)

Waltio unterstützt seit März 2026 auch Deutschland und erstellt daneben Berichte für Frankreich, Belgien, Spanien und Italien. CoinTracking ist mit 14 Jahren DACH-Erfahrung der etabliertere Anbieter: über 20 länderspezifische Berichte inklusive Österreich und Schweiz, Herkunftsnachweis ab €219 und deutschsprachiger Support.

Ja. Der Herkunftsnachweis ist im Expert-Plan von CoinTracking ohne zusätzliche Kosten enthalten. Er dokumentiert die Herkunft deines Kryptovermögens gegenüber Banken und dem Finanzamt.

Ja, Waltio bietet seit März 2026 einen Deutschland-Report mit Anlage-SO-Werten. CoinTracking unterstützt zusätzlich Österreich und die Schweiz, bietet 14 Steuerberechnungsmethoden und den Herkunftsnachweis bereits ab €219.

Beim Einstieg sind beide gleich teuer (€39/Jahr), aber CoinTracking deckt damit 200 statt 50 Transaktionen ab. Den Herkunftsnachweis gibt es bei CoinTracking ab €219 (Expert), bei Waltio erst ab €999 (Unlimited). Langfristig ist CoinTracking zudem durch den Lifetime-Plan günstiger, den Waltio nicht anbietet.

Ja, du kannst CoinTracking 7 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte und mit 14-tägiger Geld-zurück-Garantie.

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